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Malteser Frankfurt

Begleitung bis zum Tod

17.03.2017

Es ist eine Zeit voller Gegensätze

In Frankfurt engagieren sich seit 2015 zunehmend mehr Freiwillige im Ambulanten Hospizdienst der Malteser. Derzeit sind es 25 Ehrenamtliche, die  todkranke Menschen am Lebensende begleiten. „Es wird gesprochen und geschwiegen, gelacht und geweint in der letzten Lebensphase“, so beschreiben sie die – oft schwere - Zeit des Abschieds. 

Hände halten, Einsamkeit nehmen, Lebensqualität geben
Die ehrenamtlichen Malteser Hospizhelfer begleiten im häuslichen Umfeld oder im Pflegeheim und tragen dazu bei, dass Schwerkranke in vertrauter Umgebung sterben können. Viele Betroffene und auch deren Angehörige und Freunde empfinden die Begleitung als entlastend und bereichernd zugleich. Sie können in den Gesprächen Ballast abwerfen, Ängste und Sorgen besprechen aber auch positive Bilanz ziehen.

Professionelle Vorbereitung
Die Malteser sorgen für eine professionelle Vorbereitung der ehrenamtlichen Hospizbegleiter. In der sechsmonatigen Qualifizierung geht es um das eigene Leben und Sterben, um Gesprächsführung, die Grundlagen der palliativen Begleitung und auch Glaubensfragen. Durch eine Praktikumsphase wird die Theorie intensiviert und um persönliche Erfahrungen bereichert. Die Gruppe der Hospizbegleiter stützt sich gegenseitig und trifft sich regelmäßig zu Supervision und thematischen Gruppenabenden.

Malteser Hospizdienste im Trend
In Frankfurt stellt der Ambulante Malteser Hospizdienst einen wichtigen Baustein im Versorgungsnetz für Schwerstkranke und Sterbende dar. 35 Begleitungen gab es seit August 2016, häufig hochbetagte Menschen aber auch jüngere Menschen mit einer unheilbaren Krebserkrankung oder einer neurologischen Erkrankung, berichtet Koordinatorin Kathrin Sommer. Die Begleitungen gestalten sich individuell:  Einfach da sein und reden steht bei den meisten im Vordergrund. Je nachdem wie aktiv die Patienten sind, verbringen beide ihre Zeit auch mit kleinen Unternehmungen. Das entlastet  die Angehörigen, die sich in dieser Zeit anderen Dingen zuwenden können.

Die Malteser in Deutschland haben in den letzten 20 Jahren ein Netzwerk von über
100 ambulanten Hospizdiensten aufgebaut. Bundesweit existieren rund 1500 ambulante Dienste unterschiedlichster Träger, mehr als dreimal so viel wie noch vor 10 Jahren, was für die zunehmende Bedeutung dieser Begleitungen spricht.

Infoabend für Interessierte
Interessierte Personen, die wöchentlich zwei bis vier Stunden Zeit für ein ehrenamtliches Engagement haben, können sich ab sofort bei Kathrin Sommer melden oder einen der nächsten Infoabende am Montag, 6. März oder am Mittwoch, 22. März 2017 jeweils um 18.30 in der Stadtgeschäftsstelle der Malteser, Schmidtstraße 67, Frankfurt-Gallus besuchen.

Informationen gibt’s unter Tel.: 0 69 – 94 21 050 oder info(at)malteser-frankfurt(dot)de

Der Ambulante Malteser Hospizdienst Frankfurt  ist ein kostenfreier Dienst und finanziert sich, neben der Förderung durch die Krankenkassen, durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.
Die Malteser bitten daher um Unterstützung durch Spenden.

Malteser Hilfsdienst e.V. Frankfurt
Pax-Bank eG
IBAN : DE63370601934004400033
Swift/BIC: GENODED1PAX
Stichwort: „Ambulanter Malteser Hospizdienst Frankfurt“

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE63370601934004400033  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PAX