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Malteser Frankfurt

Zuhören mit dem gewissen Etwas

10.05.2017

Viele Frankfurter sind im Alter oft allein. Ehrenamtliche Malteser  wollen das ändern. Profitieren können davon alle.

Ehrenamt tut Ehrenamtlichen gut
„Wer ehrenamtlich zu uns kommt, findet beste Rahmenbedingungen vor“, sagt Florian Dernbach, Stadtgeschäftsführer der Malteser. Ehrenamtliche „Helfende Hände“ werden in allen Phasen ihres Engagements von den Maltesern unterstützt.
Und das beginnt bereits vor dem Start ins Ehrenamt: Im persönlichen Beratungsgespräch wird geschaut, welches Engagement zu den Neigungen und Talenten sowie dem Zeitbudget der Interessierten passt. 
Der Einstieg im Besuchsdienst ist bewusst unkompliziert: „Learning on the Job“ heißt hier die Devise. Margarete Lampe und Gabi Schmitt, Projektleiterinnen, begleiten die ehrenamtlichen  „Helfenden Hände“ intensiv und individuell. Da beide selbst ehrenamtlich engagiert sind, können sie bei Wünschen, Fragen und Problemen besonders gut helfen. Eine Basisschulung bereitet ganz praktisch auf die Aufgabe als ehrenamtlicher Besucher vor, beispielsweise mit einem Rollstuhltraining. Durch Themenabende mit Erfahrungsaustausch, Beratung und Supervision kann das Wissen vertieft werden. 

Viel Freiraum
Im Besuchsdienst können Ehrenamtliche ihre persönlichen Interessen und Neigungen einbringen und eine Begleitung individuell gestalten. „Vieles kann, wenig muss“- so lautet die Devise.
Klar ist, dass sich die Tätigkeiten auf die psycho-soziale Begleitung konzentrieren, Hauswirtschaft und Pflege sind für Ehrenamtliche des Besuchsdienstes „tabu“.

Geben und Nehmen
„Sie  ist immer positiv eingestellt. Wenn ich bei Frau N. bin, dann relativieren sich meine eigenen Probleme ganz schnell.“, Rebecca Schlegel, ehrenamtliche Besucherin.
Wie Rebecca Schlegel berichten die meisten „Helfenden Hände“, dass dieses Ehrenamt sie ungemein bereichert. Viele suchen bewusst den Kontakt zur älteren Generation, wünschen und bekommen Rat und Lebenserfahrungen. Die Freude, etwas Gutes zu tun und zudem praktisch zu unterstützen, gibt vielen Sinn und Bestätigung.

Besuchsdienst tut gut
„Wir kümmern uns um die Seele. Jeder Mensch braucht soziale Kontakte, um gesund zu bleiben“, nennt die Malteser Stadtbeauftragte Annette Lehmann den zentralen Grund, warum die „Helfende Hand“ gefragt ist.
Immer mehr ältere Frankfurter leben einsam, oft aus unterschiedlichen Gründen, so dass 
die Zahl alter und tendenziell von Einsamkeit betroffener Menschen stetig wächst. Wie ein Baum, der seine Blätter verliert, leiden viele unter seelisch-sozialer Not.
 
Das Hilfsangebot der „Helfenden Hand“ ist durch seine Freiwilligkeit  eine ganz besonders menschliche Hilfe und lebt von der Herzlichkeit der Beziehungen. Oft entsteht eine große und doch respektvolle Vertrautheit, in der Gespräche über Sinn, das Leben, Gelungenes und Missratenes möglich und wichtig sind. Und: Durch die ehrenamtlichen Besucher öffnet sich die „Tür nach außen“  nicht nur symbolisch, sondern auch real, weil die Senioren wieder einmal rauskommen und etwas erleben.

Die Helfende Hand auf einen Blick
17 Jahre Malteser Besuchsdienst „Die Helfende Hand“: Das sind über 1000 Betreute und Engagierte, unzählige Besuche mit Trösten, Zuhören und Wange streicheln.

Die ehrenamtlichen Helfenden Hände besuchen regelmäßig alte und sozial isolierte Frankfurter. Die gemeinsame Zeit gestaltet sich mit Gesprächen, Spaziergängen und kleinen Unternehmungen.

Wir beraten, vermitteln und begleiten unsere Ehrenamtlichen professionell. Ehrenamt hat bei uns beste Rahmenbedingungen: Regelmäßige Treffen und Erfahrungsaustausch, Fortbildung, Versicherungsschutz und Auslagenerstattung.

Aktuell
04/2017: 70 ehrenamtlich Engagierte und 67 Klienten, 5 Projektleiterinnen

Pressekontakt
Lioba Abel-Meiser, Telefon: 0 69 / 94 21 05 53, Email: lioba.abel-meiser(at)malteser(dot)org

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE63370601934004400033  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PAX