Ein offenes Ohr für Freuden und Sorgen

Verbunden bleiben in der Corona-Krise: Das ist das Ziel des neuen „Gesprächs-Telefons“ der Malteser. Die physische Distanz, die Seniorinnen und Senioren halten müssen, soll durch umso mehr soziale Nähe ausgeglichen werden. "Einfach mal wieder reden", sagt Tanja Lennert, stv. Stadtgeschäftsführerin der Frankfurter Malteser „ist der Wunsch vor allem von älteren Menschen."

Und die trifft das Corona-Virus gleich doppelt: Um ihre Gesundheit zu schützen, müssen sie besonders sorgsam Abstand halten – und dabei verlieren sie auch noch den so wichtigen sozialen Kontakt. Viele Seniorinnen und Senioren trauen sich aus berechtigter Sorge vor Ansteckung kaum mehr auf die Straße.

„In einer solchen Gemütslage sind beruhigende Worte und ein offenes Ohr das wertvollste, was es gibt“, sagt Tanja Lennert. „Damit der Lebensmut erhalten bleibt, braucht es Gespräche von Mensch zu Mensch.“

Gespräche gegen die Einsamkeit

Hier setzen die ehrenamtlichen Telefonbesucher der Malteser an. Wer Kontakt, Ermutigung und Unterstützung sucht, meldet sich an und die Malteser vermitteln einen ehrenamtlichen Telefonpartner.

Mit dem werden Telefontermine vereinbart und da wird über alles geredet: Alltägliches oder auch Krankheit und Sorgen. Vorteil für die, die ihr Herz ausschütten wollen: Die Malteser sind gut vernetzt und wissen, wo welche Hilfen zu bekommen sind. " Wir sind vertrauensvolle und besonders gute Zuhörer.“ betont Tanja Lennert. Deshalb werden alle Telefon-Ehrenamtlichen der Malteser durch eine Schulung auf die Telefongespräche vorbereitet.

Das Malteser-Telefon ist jetzt an den Start gegangen. Wer Interesse hat und mehr Informationen möchte, meldet sich unter Telefon 0 69 - 94 21 050.