Vernetzte Rauchmelder schützen Menschen im Alter Malteser informieren zum Tag des Rauchmelders am 13.11. 

Presse-Information
11.November 2020

Stellen Sie sich vor, der Rauchmelder schlägt Alarm, aber niemand informiert die Feuerwehr! 
Vernetzte Rauchmelder geben den Alarm weiter und können insbesondere für Menschen mit 
körperlichen Einschränkungen lebensrettend sein.
Darauf weisen die Malteser zum bundesweiten Tag des Rauchmelders am 13. November hin.
 
Rauchmelder warnen bei der Entwicklung von gefährlichem Brandrauch sofort mit einem lauten 
akustischen Signal. Bei einer Vernetzung mit dem Malteser Hausnotrufsystem wird die Warnung 
automatisch an die rund um die Uhr besetzte Malteser Servicezentrale weitergeleitet, die im 
Ernstfall ohne weitere Zeitverzögerung die Feuerwehr alarmiert. „So wird die Feuerwehr schnell 
informiert, auch wenn der Bewohner körperlich nicht dazu in der Lage ist, wenn er wegen der 
gefährlichen Brandgase bewusstlos oder gar nicht zuhause ist“, erläutert Tanja Lennert, 
stellvertretende Stadtgeschäftsführerin der Frankfurter Malteser. 

Menschen im Alter überdurchschnittlich oft von Wohnungsbränden betroffen

Inzwischen gilt bundesweit für alle Neubauten und – mit Ausnahme von Sachsen – auch für Bestandsbauten die Pflicht, Rauchmelder in Fluren, Schlaf- und Kinderzimmern zu installieren. Dennoch haben viele Eigentümer in selbstgenutzten Immobilien keine oder zu wenige Rauch-melder. Darauf macht die bundesweite Initiative „Rauchmelder retten Leben“, die seit 2006 jähr-lich an einem Freitag, dem 13., den Tag des Rauchmelders ausruft, aufmerksam. Besonders fatal ist diese Tatsache bei Senioren, denn für Menschen im höheren Lebensalter steige das Risiko, bei einem Wohnungsbrand ums Leben zu kommen: Laut Statistischem Bundesamt sind 61 Prozent der Brandtoten in Deutschland über 60 Jahre alt. 

Menschen im Alter sind aus verschiedenen Gründen überdurchschnittlich oft von Wohnungs-bränden betroffen, erklärt die Initiative „Rauchmelder retten Leben“. Die Sinneswahrnehm-ung nimmt ab, vor allem nachts „schläft“ der Geruchssinn und auch Rauchmelder werden schle-chter gehört. Außerdem benötigen ältere Menschen mehr Zeit, um auf unvorhergesehene Situat-ionen zu reagieren. Das Gedächtnis lässt nach, weshalb öfter elektrische Geräte wie Herd, Heiz-decke, Bügeleisen oder Wasserkocher nicht ausgeschaltet werden. Wenn die Mobilität einge-schränkt ist, können sich ältere Menschen nicht mehr so schnell in Sicherheit bringen. Das gilt auch für viele Menschen mit Behinderung. 

Kombination von Hausnotruf und Rauchmeldern rettet Leben
Menschen im Alter und mit gesundheitlichen Einschränkungen empfehlen die Malteser daher die Kombination von Hausnotruf und Rauchmeldern. Das Hausnotrufsystem selbst bietet rund um die Uhr schnelle Hilfe im medizinischen Notfall. Auf Knopfdruck wird eine Sprechverbindung zu den Mitarbeitern in der Servicezentrale aufgebaut, die mit Blick auf die gespeicherten persön-lichen Daten umgehend die notwendige Hilfe in die Wege leiten: Je nach Bedarf wird eine Kont-aktperson, ein Malteser Mitarbeiter oder direkt der Rettungsdienst informiert. Für die ergänzen-den Rauchmelder übernehmen die Malteser neben der Installation an der Zimmerdecke auch die 
jährliche Wartung und den Batteriewechsel.

Derzeit vertrauen bundesweit über 130.000 Menschen auf das Hausnotrufsystem der Malteser. Die meisten der 617 Notrufe, die von Januar bis September 2020 von einem Malteser Rauch-melder im Bundesgebiet ausgingen, seien zwar nur eine Folge von Dampf und Rauch nach kleineren Missgeschicken in der Küche gewesen. Doch im gleichen Zeitraum wurde auch 80 Mal die Feuerwehr alarmiert, um Schlimmeres zu verhindern. „Viele Situationen lassen sich schnell per Telefon klären, doch wenn es eindeutig einen Brand gibt oder wir Zweifel haben, ob unsere Kunden die Situation im Griff haben, melden wir das sofort der örtlichen Feuerwehr“, sagt Tanja Lennert. Und die rücke lieber einmal zu viel aus, als einmal zu wenig.

Interessenten oder Angehörige können sich unter der kostenfreien Rufnummer 0800-9966007 
unverbindlich beraten lassen oder einen Termin vereinbaren. 
Informationen auch unter www.malteser-hausnotruf.de.